Blutmond


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Am 28. September 2015 hatten wir ein ganz besonders astronomisches Ereignis, den sogenannten Blutmond.

Diese totale Mondfinsternis im September 2015 hatte noch eine Besonderheit: In den gleichen Stunden, in denen der Vollmond in einem blutigen Rot leuchtete, kam er der Erde mit 356.880 Kilometern besonders nah. Wenn der Mond auf seiner Umlaufbahn in extreme Erdnähe kommt und es gleichzeitig Vollmond ist, nennt man ihn “Supermond”. Er erscheint dann heller und größer. Es handelte sich also am 28. September sozusagen um einen “Super-Blutmond”.

Superblutmond (ISO 3200 - 210mm - f/6,3 - 2,5Sek)Blutmond ( 3,2 Sek - f 5,0 - ISO3200 - 33mm )Blutmond ( 5,0 Sek - f 6,3 - ISO3200 - 200mm )Superblutmond (Cropped - ISO 3200 - 210mm - f/6,3 - 2,5Sek)Superblutmond (Cropped - ISO 3200 - 210mm - f/6,3 - 3,2 Sek)Blutmond ( 3,2 Sek - f 5,0 - ISO3200 - 33mm )Superblutmond (ISO 3200 - 55mm - f/4,5 - 2,5Sek)Blutmond ( 5,0 Sek - f 6,3 - ISO3200 - 200mm )Superblutmond (ISO 3200 - 210mm - f/6,3 - 3,2 Sek)

 

Um dieses tolle Ereignis mit der Kamera aufzunehmen, sind wir früh aufgestanden, da der rotleuchtende Supermond in den frühen Morgenstunden um 03:07 Uhr in den Kernschatten der Erde eintrat. Um 04:11 Uhr begann die totale Mondfinsternis und bis 05:24 Uhr blieb der Mond komplett im Kernschatten der Erde. Die maximale Finsternis wurde um 04:47 Uhr erreicht. Während der Morgendämmerung rückte der Mond dann immer weiter aus dem Kernschatten der Erde heraus, bevor er ihn um 06.27 Uhr komplett verließ.

Damit Ihr dieses Astronomischer Ereignis auch erleben und mit Eurer Kamera fotografieren könnt, haben wir Ihr euch die nächsten Daten einmal zusammengetragen.

Der nächste Blutmond am 31. Januar 2018 ist leider nicht in Deutschland sichtbar – hier ist dieser Zeit hier gerade Tag ist.  Aus Deutschland werdet Ihr den nächsten Blutmond jedoch bereits kurz darauf am 27. Juli 2018 beobachten können. Die nächste in Europa sichtbare partielle Mondfinsternis war gestern am 16. September 2016 auf. Die genauen Daten aller kommenden Mondfinsternissen findet Ihr auf der offiziellen Internetseite der NASA.

Bei Mondaufnahmen bietet sich natürlich ein Teleobjektiv an. Selbst bei unseren APSC-Sensoren und Brennweiten von bis zu 210mm war es fast noch zu wenig (315mm KB-Brennweite). Noch mehr Brennweite wäre besser gewesen. Auch wenn der Mond groß und blutrot am Himmel stand, auf den Bildern sieht er doch schon wieder relativ klein aus 🙂 .

Einstellung

Um hier ein gutes Ergebnis  zu erhalten, verhält es sich genauso wie bei der Sternfotografie. Damit der Mond sowie die Sterne keine Bewegungsunschärfe aufweisen, empfiehlt sich eine maximale Belichtungszeit – je nach Brennweite – von 1,5-6 Sekunden mit einer ISO 3200 und mehr. Leider hatten wir teilweise zu lange belichtet und so konnten wir am Mond schon wieder eine kleine Bewegungsunschärfe – vor allem bei Vergrößerung (Croppen) – erkennen. Ebenso sind Objektive mit einer großen Blende – auch bei maximaler Brennweite – gut. Hier lagen wir natürlich mit f/6,3 weit dahinter. Trotzdem lassen sich die Ergebnisse sehen. Es war ein Kompromis aus Bewgungsunschärfe, Rauschen und Helligkeit des Bildes.

Berechnung der max. Belichtungszeit in Sekunden = 500 / Brennweite / Crop-Faktor.

Erreichbarkeit

Der Fröttmaninger Berg an sich ist sehr gut zu erreichen. Über die Freisinger Landstraße (ST2350) könnt Ihr die dortigen Parkplätze mit dem Auto erreichen. Bis auf Fußballspiele sind dort immer genügt Stellplätze zu finden. Nach einem kurzen Aufstieg, es gibt verschiedenen Wege, alle führen jedoch nach oben zur Windkraftanlage, könnt Ihr den Blick genießen.

Ebenso könnt Ihr die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Direkt an den Parkplätzen hält die Buslinie 181 (Haltestelle Wallnerstraße). Über die U-Bahnhaltestelle Fröttmaning (Allianz Arena) seit Ihr ebenfalls nach einem kurzen Fußmarsch von etwa 30 Minuten vor Ort.

Wir wünschen Euch viel Spaß und vielleicht sehen wir uns dann am 27. Juli 2018.

Euer Blog der Blauen Stunde

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